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Blick für’s Detail: Olympischer Zeitplan

SPIEGEL ONLINE hat einen praktischen Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2014. Sportinteressierte sehen auf einen Blick die Wettkampftage der einzelnen Sportarten. Die Wettkampftage mit Medaillenentscheidungen werden zur besseren Übersicht besonders hervorgehoben. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Benutzbarkeit jedoch durchaus noch um einiges verbessert werden könnte.

Der Zeitplan kann auf drei verschiedene Arten betrachtet werden: "Überblick", "nach Tag" und "nach Sportart". Die Standardansicht ist die Überblick-Seite, welche wir uns auch als erstes vornehmen.

Die Überblick-Seite kann durch Hervorheben des heutigen Tages schnell und einfach verbessert werden. Wie man in Abbildung 1 sieht, wird zwar das heutige Datum angezeigt, jedoch nicht in der Tabellenansicht berücksichtigt. Durch diese Änderung schafft man eine Orientierungshilfe durch die man schneller die Tages-Spalte findet, für die man sich interessiert. Man kann davon ausgehen, dass das in den meisten Fällen sowieso der heutige Tag ist.

Abbildung 1: SPIEGEL ONLINE Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2014.

Im Gegensatz zur Überblick-Seite hat die Tages-Seite gravierende Benutzungsprobleme. Wenn man von der Überblick-Seite auf die Tages-Seite kommt wird der erste Wettkampftag, der 6. Februar, fälschlicherweise als heutiges Datum dargestellt. Dieser Fehler tritt auch auf, wenn der Tag manuell ausgewählt wird und ist in Abbildung 2 zu sehen.

Des weiteren kommt man von der Überblick-Seite immer auf den ersten Wettkampftag. In den meisten Fällen ist auch hier die beste Vorauswahl der heutige Tag.

Abbildung 2: Auf der Tages-Seite wird fälschlicherweise jedes Datum als “Heute” dargestellt.

Die Überblick-Seite verwendet eine Einblendung um Detail-Informationen darzustellen. Wenn man mit dem Mauszeiger über einen bestimmten Wettkampftag und eine Sportart fährt wird diese Einblendung angezeigt.

In Abbildung 3 sieht man diese Einblendung in Aktion. Sie wird unabhängig von der Mauszeiger-Position am unteren Ende des aktiven Tabellenfeldes mit einer leichten Verschiebung nach rechts angezeigt.

Abbildung 3: In der Einblendung werden weitere Informationen zu Sportart und Wettkampftag angezeigt.

Die Einblendung ist an sich eine gute Idee, die Position könnte jedoch besser gewählt werden. Wenn ich mich für die verschiedenen Wettkampftage einer einzelnen Sportart interessiere, bewege ich meinen Mauszeiger in der Horizontalen. Abbildung 4 zeigt, dass diese Bewegung gut funktioniert und die Detail-Informationen der Reihe nach in der Einblendung dargestellt werden.

Abbildung 4: Eine horizontale Bewegung ist von der Einblendung nicht eingeschränkt.

Interessiere ich mich jedoch für die verschiedenen Sportarten eines bestimmten Tages muss ich den Mauszeiger vertikal bewegen. Abbildung 5 macht deutlich, wie schlecht diese Bewegung funktioniert.

Abbildung 5: Die Einblendung schränkt vertikale Bewegungen stark ein.

Da die Einblendung mehr als die Hälfte des unteren Tabellenfeldes überdeckt (siehe Abbildung 6), ist es schwer die Maus über diesem Tabellenfeld zu positionieren um die gewünschten Detail-Informationen zu sehen.

Abbildung 6: Die Einblendung verdeckt mehr als die Hälfte der darunter liegenden Tabellenfelder.

Dieses Problem lässt sich beheben in dem die Einblendung anders positioniert wird. Wenn die Einblendung anhand des rechten unteren Ecks des aktiven Tabellenfeldes ausgerichtet wird, können sowohl horizontale als auch vertikale Bewegungen ohne Probleme durchgeführt werden.

Neben den gerade beschriebenen Problemen wird die Einblendung noch in zwei weiteren Spezialfällen nicht besonders gut positioniert.

Durch die Orientierung nach rechts unten kommt es zu Problemen wenn der Mauszeiger nahe des Bildschirmrandes ist. Abbildung 7 demonstriert diese beiden Spezialfälle. In beiden wird die Einblendung abgeschnitten so dass der Inhalt unleserlich ist.

Abbildung 7: Die Einblendung wird durch die ungünstige Position nicht vollständig dargestellt.

Eine Möglichkeit das zu beheben ist die Position der Einblendung von der Mauszeiger-Position abhängig zu machen. In einer Situation, in der sich der Mauszeiger nahe des rechten oder unteren Bildschirmrandes befindet, orientiert sich die Einblendung nach links oben anstatt nach rechts unten. So ist gewährleistet, dass immer die gesamte Einblendung sichtbar ist.

Wie man sieht gibt es selbst bei gut funktionierenden Anwendungen viele Feinheiten und Details die bedacht werden wollen. Nur so kann man seinen Benutzerinnen und Benutzern die bestmögliche Bedienbarkeit bieten.

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